FAQ Schuldner

Häufige Fragen der Schuldner

Häufige Fragen der Schuldner


Accordions

Wo finde ich das Aktenzeichen?

Das Aktenzeichen finden Sie rechts oben auf unseren Schreiben im Format INK-XXXXXX-XX aufgeführt.

Für die eindeutige Zuordnung Ihres Anliegens ist das Aktenzeichen zwingend erforderlich. Enthält Ihre Anfrage unvollständige oder fehlerhafte Angaben, dürfen wir diese als Inkassounternehmen aus datenschutzrechtlichen Gründen weder bearbeiten noch beantworten.

Welche persönlichen Daten sind von mir anzugeben?

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten, benötigen wir von Ihnen bitte neben dem Aktenzeichen die im Kontaktformular die als Pflichtfelder gekennzeichneten persönlichen Daten, um Sie eindeutig zu identifizieren zu können.
Alle Angaben, die Sie uns mitteilen, unterliegen dem Schutz personenbezogener Daten nach den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Warum haben Sie ein Inkassoschreiben erhalten?

Unsere Mandantschaft hat uns die Daten einer offenen Forderung gegen Sie übermittelt und uns mit deren Geltendmachung beauftragt.
Die Forderung ist nach den uns vorliegenden Informationen angemahnt, fällig und voraussichtlich der Art und Höhe nach unbestritten.

Wie kann ich meinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen?

Derzeit können Sie den offenen Mahnbetrag auf unser nachfolgend aufgeführtes Konto überweisen. Weitere Zahlungsmittel sind in Planung.
Damit wir Ihre Zahlung auch eindeutig zuordnen können, geben Sie bitte bei jeder Überweisung als Verwendungszweck unser Aktenzeichen an. Sie finden das Aktenzeichen rechts oben auf unseren Schreiben.
Kontoinhaber: abilita GmbH
Kreditinstitut: Commerzbank AG
IBAN: DE89750400620730319181
BIC: COBADEFFXXX

Kann ich die offene Gesamtforderung nicht auch direkt an den Gläubiger bezahlen?

Nein, diese Möglichkeit besteht grundsätzlich nicht. Nach Einschaltung unseres Inkassounternehmens sind sämtliche schuldbefreienden Zahlungen an uns zu leisten.

Was passiert, wenn ich die gesetzte Frist nicht einhalten kann?

Wenn Sie eine von uns gesetzte Frist zur Zahlung oder einen mit uns vereinbarten Zahlungstermin nicht einhalten können, setzen Sie sich bitte unbedingt mit uns in Verbindung, um weitere kostenauslösende Maßnahmen zu verhindern. Gerne können die dazu unser vorbereitetes Kontaktformular nutzen.

Sie haben Einwände gegen die Forderung des Gläubigers?

Mangels anderweitiger Anhaltspunkte müssen wir uns, trotz eingehender Prüfung jeder einzelnen Forderung, bei Auftragsannahme auf die Richtigkeit der Angaben des Mandanten verlassen.
Sollten Sie dennoch berechtigte Einwände gegen die Forderung haben, so setzen Sie sich bitte umgehend zwecks Klärung mit uns in Verbindung.

Was muss ich tun, wenn sich meine Kontaktdaten ändern?

Bitte teilen Sie unverzüglich jegliche Änderung Ihrer persönlichen Daten mit. Ansonsten laufen Sie Gefahr, dass z. B. teure Adressermittlungsverfahren von uns eingeleitet werden müssen. Die hierfür entfallenden Kosten sind von Ihnen zu tragen. Ersparen Sie sich diese zusätzlichen Kosten.
Gerne können Sie dazu unser Kontaktformular nutzen. Denken Sie bitte unbedingt daran, das Aktenzeichen anzugeben, damit wir Ihre aktualisierten Daten auch richtig zuordnen können.

Welche Schritte folgen, wenn die Forderung nicht bezahlt wird?

Sofern wir keinerlei Reaktion auf unsere Inkassoschreiben von Ihnen erhalten, sind wir von unseren Mandanten dazu beauftragt, das gerichtliche Mahnverfahren einzuleiten und nach Vorliegen eines rechtskräftigen Titels die Zwangsvollstreckung durchzuführen.
Sollten Sie Einwände gegen die Forderung vorgetragen haben, unser Mandant jedoch auch nach Vorlage Ihrer Einwände vom rechtmäßigen Bestand dieser Forderungen ausgehen, obliegt es ausschließlich einem ordentlichen Gericht, die Rechtmäßigkeit der Forderung festzustellen.
Wir übergeben die Angelegenheiten in diesen Fällen entweder den Anwälten des Mandanten oder aber unseren Kooperationsanwälten zur klageweisen Durchsetzung der Ansprüche.

Sie gehen von einer missbräuchlichen Verwendung Ihrer Daten aus?

Sollten Sie der Auffassung sein, dass sich ein Dritter für die Anmeldung oder Bestellung bei unserer Mandantschaft Ihrer Daten (Name, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) bedient hat, sollten Sie in ihrem eigenen Interesse unbedingt Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten und uns anschließend das diesbezügliche Aktenzeichen mitteilen.

Dürfen Sie meinen Arbeitslohn pfänden?

Ja, eine Pfändung des Arbeitslohnes ist möglich, wenn die Forderung bereits tituliert ist. Es gelten dabei die gesetzlichen Pfändungsfreigrenzen. Unpfändbar bleibt dabei der Lohnanteil, welcher für eine bescheidene Lebensführung erforderlich ist.

Wird die Forderung trotz Einwänden an die SCHUFA oder andere Auskunfteien gemeldet?

Die Übermittlung personenbezogener Daten über eine Forderung an die SCHUFA Holding AG und andere Auskunfteien (CRIF GmbH und infoscore Consumer Data GmbH) durch die abilita erfolgt nur dann, wenn die Voraussetzungen des § 28 a Abs. 1 BDSG erfüllt sind.
Wenn gegen die Forderung berechtigte Einwände vorliegen, werden aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen und vertraglichen Regelungen mit den Auskunfteien keine Übermittlungen durch uns vorgenommen.

Auf welcher Basis ist die abilita GmbH tätig und wie berechnen sich die Inkassokosten?

Die abilita GmbH ist als ein nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Rechtsdienstleistungsgesetzes registriertes Inkassounternehmen auf Basis des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) tätig. Dieses ist seit 01.07.2008 gültig und hat das bis dahin gültige Rechtsberatungsgesetz (RBerG) abgelöst.
Gemäß § 4 Absatz 5 des Einführungsgesetzes zum Rechtsdienstleistungsgesetz (RDGEG) sind die Inkassokosten für außergerichtliche Inkassodienstleistungen bis zur Höhe der einem Rechtsanwalt nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) zustehenden Vergütung erstattungsfähig.

Sind Sie verpflichtet, die volle Summe, einschließlich der Inkassokosten, zu bezahlen?

Gemäß §§ 280 Abs. 1, Abs. 2, 286 BGB hat der Schuldner dem Gläubiger den durch den Verzug entstehenden Schaden zu ersetzen. Dies gilt also auch für die dem Gläubiger entstandenen Kosten unserer Inanspruchnahme als Inkassounternehmen zur Beitreibung der Forderung (Kostenerstattungsanspruch des Gläubigers).

Ist die abilita GmbH ein seriöses Inkassounternehmen?

Als ein gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) registrierter Inkassodienstleister, seit Gründung Mitglied im BDIU Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen e. V. und Vertragspartner der SCHUFA Holding AG legen wir größten Wert auf eine seriöse Bearbeitung der uns übertragenen Inkassofälle und fühlen uns rechtsstaatlichen Verfahrensweisen verpflichtet.

Ist die abilita GmbH für Betreiber sogenannter Abzockfallen tätig?

Nein, denn wir nehmen unsere Tätigkeit sehr ernst. Wir überprüfen vor Tätigwerden eingehend das Geschäftsmodell eines jeden Mandanten und wollen die seriösen Dienstleister in der Beitreibung der ihnen vertraglich zustehenden Forderung unterstützen.
Sollte uns dennoch der unberechtigte und haltlose Vorwurf dubioser Tätigkeiten entgegengehalten werden, werden wir umgehend die Angelegenheit an unsere anwaltlichen Vertreter zur Einleitung entsprechender Schritte übergeben.

SCHUFA-Partner – Was bedeutet das?

Über die SCHUFA Holding AG

Die grundsätzlichen Aufgaben und Prinzipien der SCHUFA Holding AG haben sich seit der Gründung 1927 nicht verändert. Im Mittelpunkt allen Handelns stehen nach wie vor der Schutz der Kreditgeber vor Kreditausfällen sowie der Schutz der Kreditnehmer vor Überschuldung. Wettbewerbsneutralität, das Prinzip der Gegenseitigkeit und die Vertraulichkeit (Datenschutz und Bankgeheimnis) werden und wurden von der SCHUFA Holding AG stets strikt gewahrt.
Heute erteilt die SCHUFA tagtäglich ca. 350.000 Auskünfte an Vertragspartner und Privatkunden. Der Datenbestand der SCHUFA umfasst 813 Millionen Informationen zu 67,2 Millionen Privatpersonen und 5,3 Millionen Unternehmen. An die SCHUFA sind rund 9.000 Unternehmen aus Kreditwirtschaft, Handel und Dienstleistungen als Vertragspartner angeschlossen.
Im Rahmen des Gegenseitigkeitsprinzips ist abilita als Vertragspartner der SCHUFA gleichermaßen Datenlieferant und -empfänger von Daten. abilita hat ein ebenso großes Interesse an der Qualität der Daten wie die SCHUFA selbst, denn sie sind die Grundlage für einen sicheren gegenseitigen Schutz vor Zahlungsausfällen. Als langjähriger SCHUFA Vertragspartner nimmt abilita die Verantwortung zur korrekten Meldung von Informationen daher schon aus eigenem Interesse in höchstem Maße wahr.

Welche Daten speichert die SCHUFA?

Bei der SCHUFA werden sowohl positive als auch negative Zahlungsinformationen gespeichert. Zu 90,7 Prozent der natürlichen Personen im Datenbestand speichert die SCHUFA ausschließlich "positive" Informationen, also Informationen, die anzeigen, ob jemand wirtschaftlich aktiv ist und dabei zuverlässig und umsichtig handelt.

Positive Zahlungsinformationen sind zum Beispiel, ob jemand

  • Inhaber einer Kreditkarte ist und damit das Vertrauen eines Kartenanbieters genießt,
  • Kredite oder Finanzierungen in Anspruch genommen und vertragsgemäß zurückgezahlt hat,
  • oder im Internet auf Rechnung bestellt und diese termingerecht bezahlt.

Durch eine Bank gekündigte Kredite, Zahlungsausfälle oder Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen hingegen sind dagegen negative Zahlungserfahrungen und Hinweise für ein nicht vertragsgemäßes Verhalten.

Folgende personenbezogene Daten zu natürlichen Personen speichert die SCHUFA:

  • Namen
  • Geburtsdatum und ggf. Geburtsort
  • Anschrift
  • Eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften
  • Persönlicher SCHUFA-Basisscore

Entgegen weit verbreiteter Annahmen liegen der SCHUFA Holding AG keine Informationen zu Beruf, Vermögen, Einkommen, Nationalität oder Familienstand vor.

Des Weiteren ist die SCHUFA die einzige Auskunftei, die aufgrund ihres sehr umfangreichen Datenbestandes generell auf die Nutzung von Adressdaten für die Bewertung von Bonitäten verzichtet.

 

Welche Daten übermitteln die Vertragspartner an die SCHUFA?
  • Bankkonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kreditkarten
  • Kredite und Bürgschaften
  • Leasingverträge
  • Versandhandelskonten
  • Mobilfunkkonten (keine Prepaid-Verträge)
  • Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen
Woher stammen die Daten der SCHUFA?

Die meisten der Informationen bei der SCHFUFA stammen von den rund 9.000 Firmenkunden, wie z. B. Kreditinstituten, Leasingunternehmen, Telekommunikationsanbietern, Versand- und Handelshäusern sowie Energieversorgern. Darüber hinaus bezieht die SCHUFA Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen, wie z. B. denen der Amtsgerichte.

Wer darf was?

Die Vertragspartner der SCHUFA und anderer Auskunfteien können bei Vorliegen eines berechtigten Interesses Informationen zum Zahlungsverhalten ihrer Kunden anfragen. Das SCHUFA-Prinzip basiert dabei auf Gegenseitigkeit: Die Vertragspartner geben Informationen an die SCHUFA weiter und fragen im Gegenzug Informationen oder auch Einschätzungen zum wirtschaftlichen Risiko eines Geschäfts bei der SCHUFA an. Im Gegenzug informieren sie die SCHUFA über abgeschlossene Verträge und auch über eventuelle Zahlungsausfälle.

Um SCHUFA-Vertragspartner zu werden, müssen Unternehmen zahlreiche Anforderungen – unter anderem auch die des strengen deutschen Bundesdatenschutzgesetztes (BDSG) – erfüllen und werden daher vor einer Aufnahme und Anbindung an die SCHUFA intensiv von dieser geprüft.

Informationen über Personen dürfen zwischen der SCHUFA und Ihren Vertragspartnern nur weitergegeben werden, falls ein "berechtigtes Interesse" im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) vorliegt.

  • Unter anderem muss es sich um Geschäfte von nennenswertem Umfang handeln, an die ein wirtschaftliches Risiko geknüpft ist.
  • Informationen dürfen nur dann angefragt oder weitergegeben werden, wenn eine Person mit einem Unternehmen einen Vertrag abschließen möchte oder bereits ein Vertragsverhältnis besteht.
  • Im Kreditbereich muss zudem die Genehmigung zur Weitergabe vorliegen – z.B. die vom Antragsteller akzeptierte SCHUFA-Klausel.

Kontinuierlich überprüft die SCHUFA im Rahmen von Stichprobenkontrollen, ob sich die Vertragspartner an die vertraglichen Bestimmungen halten.

Unter welchen Voraussetzungen meldet abilita offene Salden an die SCHUFA?

Die Übermittlung personenbezogener Daten über eine Forderung an die SCHUFA Holding AG und andere Auskunfteien (CRIF GmbH und infoscore Consumer Data GmbH) durch die abilita erfolgt nur dann, wenn die Voraussetzungen des § 28 a Abs. 1 BDSG erfüllt sind.

§ 28a Abs. 1 BDSG – Datenübermittlung an Auskunfteien
Die Übermittlung personenbezogener Daten über eine Forderung an Auskunfteien ist nur zulässig, soweit die geschuldete Leistung trotz Fälligkeit nicht erbracht worden ist, die Übermittlung zur Wahrung berechtigter Interessen der verantwortlichen Stelle oder eines Dritten erforderlich ist und

  1. die Forderung durch ein rechtskräftiges oder für vorläufig vollstreckbar erklärtes Urteil festgestellt worden ist oder ein Schuldtitel nach § 794 der Zivilprozessordnung vorliegt,
  2. die Forderung nach § 178 der Insolvenzordnung festgestellt und nicht vom Schuldner im Prüfungstermin bestritten worden ist,
  3. der Betroffene die Forderung ausdrücklich anerkannt hat,
    1. der Betroffene nach Eintritt der Fälligkeit der Forderung mindestens zweimal schriftlich gemahnt worden ist,
    2. zwischen der ersten Mahnung und der Übermittlung mindestens vier Wochen liegen,
    3. die verantwortliche Stelle den Betroffenen rechtzeitig vor der Übermittlung der Angaben, jedoch frühestens bei der ersten Mahnung über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat und
    4. der Betroffene die Forderung nicht bestritten hat oder
  4. das der Forderung zugrunde liegende Vertragsverhältnis aufgrund von Zahlungsrückständen fristlos gekündigt werden kann und die verantwortliche Stelle den Betroffenen über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat.
Relevante Gesetze